Hallo, liebe Zuschauer!
Heute möchte ich euch ein Thema vorstellen, das vielleicht noch rätselhafter erscheint als eine Frau – eine Frau, die Energie entnimmt. Die Rede ist von der Nebenabtriebsvorrichtung und davon, welche Informationen dem PTO-Anbieter mitgeteilt werden müssen und worauf zu achten ist, um das Fahrzeug korrekt mit einer Nebenabtriebsvorrichtung auszustatten.
Aber um der Tradition gerecht zu werden – ein Insider-Witz:
Warum sind eine richtig ausgewählte Nebenabtriebsvorrichtung und ein Getriebe das perfekte Paar? Weil sie – auch wenn sie nur beim Kippen unzertrennlich sind – auf Hochtouren laufen.
Das Erste, was ihr klären solltet, ist, dem PTO-Verkäufer – wie mir – klare und konkrete Informationen darüber zu geben, was ihr mit diesem Teil vorhabt. Wir müssen wissen, in welches Auto ihr es einbauen wollt, daher ist das Typenschild des Getriebes so etwas wie die Legende in einem Spiel – absolut unverzichtbar, damit ihr nicht am Ende etwas bekommt, das nicht passt und teuer ist. Hier muss der Getriebetyp vom Typenschild angegeben werden. Falls dieses irgendwo abgefallen ist, kann die Fahrgestellnummer (VIN) des Fahrzeugs Abhilfe schaffen.
Ein weiterer Punkt ist: Wofür werdet ihr diese Zapfwelle nutzen? Handelt es sich um Dauerbetrieb, wie zum Beispiel das Pumpen von Luft mit einem Kompressor, oder um eine kurze Arbeit am Kipper? Es ist wichtig, hier zu unterscheiden, da der Dauerbetrieb möglicherweise etwas zusätzliche Schmierung erfordert. Denkt daran: Wer nicht schmiert, kommt nicht voran!
Und natürlich müsst ihr dem Verkäufer mitteilen, wie viel Leistung ihr mit dem angetriebenen Gerät beziehen werdet. Zum Beispiel eine Pumpe mit einem Leistungsbedarf von 35 kW. Je höher die Leistung, desto leistungsstärker muss die Zapfwelle sein, d. h. in diesem Fall ist ein höheres Drehmoment der Zapfwelle erforderlich. Das lässt sich alles berechnen. In der nächsten Folge werde ich darüber berichten, wie viel Mühe sich Zapfwellenverkäufer geben müssen, um dieses wichtige Detail richtig auszuwählen.
Ach ja, und die Drehrichtung! Das kann etwas verwirrend sein. Aber keine Sorge, ich habe da einen Trick. Schaut euch die montierte Zapfwelle von vorne an, so als würdet ihr versuchen zu verstehen, welche Seite in Bezug auf die Drehrichtung links und welche rechts ist. Drehen im Uhrzeigersinn ist Rechtslauf, und gegen den Uhrzeigersinn ist Linkslauf. Das Gleiche gilt für das Gerät, das ihr antreiben wollt. Natürlich gilt das auch für eine Pumpe – wenn ihr sie an einer Zapfwelle mit Rechtslauf anbringen wollt, muss sie gegen den Uhrzeigersinn, also links, laufen. Ganz einfach, oder? Und angeblich verwechseln Frauen die Drehrichtungen. Hihi
Die Drehzahl des angetriebenen Geräts – auch das ist ein wichtiger Punkt, den ihr dem Verkäufer mitteilen müsst. Zum Beispiel ein Kompressor, der im Bereich von 1200 bis 2000 U/min arbeitet. Dies hilft dabei, das richtige PTO-Übersetzungsverhältnis zu wählen, um die optimale Motordrehzahl aufrechtzuerhalten. Das ist ein bisschen so, als würde man das Tempo eines Tanzes an den Rhythmus der Musik anpassen – nur in eurem Auto. Dadurch lassen sich Kraftstoffeinsparungen erzielen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der PTO-Anschluss. Bei einem Kompressor kann es sich um einen SAE- oder DIN-Flansch handeln, bei einer Pumpe um einen Anschluss mit 4 oder 3 Befestigungslöchern. Ihr müsst wissen, wie ihr das angetriebene Gerät an die Zapfwelle anschließen werdet, z. B. den Flanschtyp. Wichtig ist auch die Angabe, wie die Zapfwelle geschaltet werden soll – das heißt, ihr müsst dem Verkäufer die Art der Steuerung mitteilen – diese kann pneumatisch, mechanisch oder elektrisch sein.
Zuletzt der Einbauort des angetriebenen Geräts. Das Getriebe bietet in der Regel die Möglichkeit, die Zapfwelle hinten anzubringen, bei einigen Getriebetypen jedoch auch seitlich. Dies sollte man berücksichtigen, um die bestmögliche Position der Zapfwelle im Verhältnis zum angetriebenen Gerät zu wählen und sicherzustellen, dass alles passt, ohne dass man mit dem Fuß nachhelfen muss.
Es lohnt sich auch darauf zu achten, ob Ihr Fahrzeug für den Einbau einer Zapfwelle vorbereitet ist. Verfügt es über einen Kabelbaum, der während der Belastung durch die Zapfwelle Signale an den Bordcomputer und das Motorsteuergerät übermittelt? Denn bedenken Sie: Wenn dies in Ihrem Fahrzeug nicht vorhanden ist und Sie nicht darauf achten, kann ein Besuch bei einem Fachmann in der Werkstatt nach dem Kauf mehr kosten als der Kauf einer kompletten Zapfwelle inklusive Hydraulik.
Liebe Zuschauer, das waren meine nützlichen Tipps dazu, welche Informationen ihr vorbereiten und dem PTO-Verkäufer mitteilen solltet. Ich hoffe, ihr fühlt euch nun in diesem Bereich sicherer. Denkt daran: Ein gut ausgewähltes PTO ist der Schlüssel zu zusätzlicher Leistung in eurem Fahrzeug und bietet großartige Möglichkeiten, verschiedene Geräte anzutreiben.
Vielen Dank, dass ihr meinen Kanal angesehen habt, und bis nächsten Montag. Seid wie ein gut abgestimmtes PTO – voller Energie und bereit zum Handeln!
Also dann – Stay with me. Ich wünsche euch eine schöne Woche! Eure Asia Pieprzyca. 🙂






